Handballthriller in Wittingen

Geschrieben von Andreas Brandt am . Veröffentlicht in 1. Damen

SG VfL Wittingen/Stöcken - HSG Liebenburg-Salzgitter 26:27 (13:15)
 
 
Wer glaubte, dass sich das Spiel vor 6 Tage, gegen die SG VfL Wittingen/Stöcken, an Spannung nicht steigern ließe, der sah sich getäuscht, zumindest was die Schlussphase der Partie anging. Die HSG kam gut ins Spiel und wollte vorne vorweg gehen. Anders als im Hinspiel, sollten die Gastgeberinnen nicht im Ansatz darin bestärkt werden, dass sie sich etwas ausmalen könnten. Diese Vorgabe wurde von den Liebenburger Damen auch hervorragend umgesetzt. Sie starteten mit dem ersten Tor, stellt in der Abwehr den VfL vor schier unlösbaren Aufgaben und setzten sich immer weiter ab. Nach 22 Minuten konnte die Führung beim Stand von 7:12, sogar auf 5 Tore ausgebaut werden. Obwohl in dieser Zeit auch einige gute Chancen liegen gelassen wurden, dominierten die Gäste das Geschehen. Auch der Ausfall von Fenja Mönnich auf Rückraum rechts, wurde exzellent aufgefangen. Und der VfL konnte froh sein nicht noch viel deutlicher zurück zu liegen. Allerdings war den Gastgeberinnen auch schon relativ früh klar, wer im Kader von Liebenburg fehlte und so wurde Celina Bruns auf Rückraum links auch konsequent in Einzeldeckung genommen. Aber genau darauf hat sich die HSG in der vergangenen Woche vorbereitet. In den letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit legte die HSG eine kurze Verschnaufpause ein, die die Wittinger sofort zu nutzen wussten und zum Halbzeitstand von 13:15 für die HSG verkürzten.
In der Kabinenansprache war aber klar, wer die deutlich bessere Mannschaft in der Halle war. Die Liebenburgerinnen durften nur nicht ständig den Finger aus der Wunde nehmen und mussten den VfL endlich Schach Matt setzen. Obwohl Wittingen den Anwurf zur 2. Hälfte hatte, macht die HSG das erste Tor. Das war eigentlich bezeichnend für 50 Minuten des Spiels. Trotz vieler Nicklichkeiten der Gastgeberinnen und einer aufgeheizten Stimmung in der Halle, blieb die HSG völlig unbeeindruckt und spielte ihren Stil weiter. Egal was sich in der Abwehr der Gastgeberinnen tat, von Defensiv bis komplett offen, die Liebenburgerinnen hatten immer eine Antwort und so führte man in der 49. Minute beim Stand von 19:24 mit 5 Toren. Anstatt sich nun zurückzulehnen und den Auswärtssieg zu genießen, kippte das Spiel in den letzten 10 Minuten, nach der ersten berechtigten Zeitstrafe gegen die HSG. An die sich 4 Minuten später in der 55. Minute gleich die nächste Zeitstrafe anschloss. Der Vorsprung schmolz mit jedem Angriff des VfL immer weiter zusammen. Auch der große Aufwand, den die HSG 55 Minuten betrieben hat und die dauerhafte Einzeldeckung von Celina Bruns, ließen jetzt die Kräfte schwinden. 4 Minuten vor Schluss konnte der VfL beim Stand von 26:26, das erste Mal das Spiel ausgleichen. Die Stimmung in der Halle kochte über. 3 Minuten vor dem Ende ging die HSG letztmalig in Führung und verteidigten diese über die gesamten letzten Minuten mit aller noch verbliebender Kraft. Dem VfL gelang es nicht, 3 Konter in dieser Phase im Tor von Liebenburg unterzubringen. Nach dem Schlusspfiff war der Jubel beim Aufsteiger gewaltig, so hat sich die HSG ihren Heimsieg vor 6 Tagen mit 2 weiteren Punkten gleich vergoldet.
 
„Ich weiß ja wie es dem VfL nun geht. Wir kennen das ja selbst aus unserer letzten Landesligasaison. Gerade in einer solchen Schlussphase, wenn Du kein Glück hast, dann kommt ganz oft auch noch Pech dazu. Im Moment sind meine Mädels oben auf. Diese neue coolness ist wirklich beeindruckend. Es interessiert sie überhaupt nicht was der Gegner macht. Sie bleiben ruhig und schauen nur auf sich. Das ist natürlich gerade in so hitzigen Spielen der Schlüssel zum Erfolg.“, klärte Trainer Brandt direkt nach dem Spiel auf.

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